Siegel 2015

Angelika Dombrowski
ist eine ungewöhnliche Künstlerin, die von 1963 bis 1968 an der HfBK Dresden bei Gerhard Stengel und Gerhard Kettner studierte und diplo- mierte; zu einer Zeit über die Günter Grass im Hinblick auf die Einheit von Kunst in den beiden deutschen Staaten Folgendes formulierte:

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Oben: KONSPIRATION, Acryl auf Lwd.

...den Künstlern in und zwischen den Machtbereichen mangelt es nicht an Stoff, Reibung und Zeugungswut. Ihr patriotisches Begreifen misst weiter als Bundestagsdebatten und ZK-Beschlüsse; es gründet neue Traditionen, die oft genug der Politik und ihren Ansprüchen zuwiderlaufen.
Als Günter Grass die Eigengesetzlichkeit der Künste proklamierte, hatte sie bereits frühzeitig erkannt, dass ein befruchtender Austausch zwischen den produzierenden Künstlern in beiden Ideologien für den deutschsprachigen Kulturraum unabdingbar ist, sofern kosmopoliti- sches Denken erhalten bleiben soll. Das war in den 1960er Jahren jedoch in der DDR nicht erwünscht, sondern eine kommunistische Ideologie sollte alle Bereiche des Lebens erfassen, und besonders die Maxime für die Künste sein.

In dieser Wirrnis traf die junge Künstlerin ihr Schicksal in Gestalt eines Südamerikaners, so dass es sie für die nächsten drei Jahrzehnte zu- erst nach Kolumbien und dann allein mit ihren Kindern Cecilia und Ciro für die folgenden zwanzig Jahre nach Venezuela verschlug. Erst Mitte der 1990er Jahre mit ihrem jetzigen Lebenspartner aus Bayern, siedeln beide nach Europa, natürlich nach Bayern, um.

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Oben: DER ROTE FADEN, Acryl, Lwd. 80 x 100 cm; Mitte: ANGST, Acryl, Lwd. 60 x 50 cm; rechts: GLEICHGESCHALTET, Acryl, Lwd. 60 x 50 cm; links: EXISTE DIOS, Acryl, Lwd. 80 x 100 cm; Mitte: AUF DER FLUCHT, Acryl, Lwd. 60 x 50 cm; rechts: DER LÜGNER.

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In den Jahrzehnten, die sie in einer Kultur lebte, deren Basis von den Azteken, Indios, Spaniern und Mexikanern geschaffen wurde, hat sie ihre Bildaussage zur maximalen Form entwickeln können; es sind Manifestierungen zwischenmenschlicher Kommunikation vom Maler zum Objekt. Durch ihre multikulturellen Lebens- und Kunsterfahrungen entwickelte sie einen progressiv dynamischen, aber hintergründig sensibel-melancholischen Malstil, mit dem sie Menschen, die ihr begegnen, charakterisiert. - Ihre Vita ist zu lesen bei www.lex-art.eu .
Mit der Rückkehr nach Europa und der Gewissheit um den endgültigen Abschluss jener südamerikanischen Epoche konnte sie einen Lebensabschnitt einerseits als eine Reflexion an ihre Jahre in Venezuela und Kolumbien aufarbeiten und andererseits kommt neu hinzu, dass sie die Physiognomien der Menschen, die ihr in Europa begegnen und zu denen sich ein intensiverer Kontakt ergibt, vielschichtiger erfasst
. Ein endgültiger Abschluss birgt in sich die Freiheit die neue Lebensetappe in Südafrika beginnen zu können. 
Die Rahmenfarbe weist die Werke im dunkelgrauen Rahmen als in Sammlungen und Privatbesitz befindlich aus; die verkäuflichen Werke in hellgrauen Rahmen und unverkäufliche Gemälde sind mit weißen Rahmen abgebildet. Interessenten wenden sich an www.internetKUNSTkaufhaus.de 

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Dombrowski-Wer bist Du

Oben: UNTREU, Acryl auf Lwd. 1997, 120 x 150 cm; Mitte: WER BIST DU, Acryl auf Lwd. 1994, 100 x 80 cm; rechts: HOMMAGE AN LATEINAMERIA. Unten: LA FAMILIA SAGRADA, Triptychon.

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Ein Ausdrucksakt (Bildtitel wie UNTREU, WER BIST DU, das Triptychon LA FAMILIA SAGRADA u.a.m) ist der ursprüngliche Wunsch nach Freiheit und Befreiung. In ihm vereinen sich Traum und Wirklichkeit sowohl der individuellen als auch der kollektiven Existenz. Er ist ein dramatischer Tanz, Macht und Ohnmacht; Bewegungslinien und Farben markieren mit ihrem existentiellen Wechselspiel von Licht und Schatten, Aufstieg und Fall, Ruhe und Unruhe, Stille und Explosion. Es entsteht eine Struktur der Zeitlichkeit.
Wie sehr es AROT (Signatur der Künstlerin für ihre Werke) nicht um bloß formale sequentielle Bild-Erfindungen, sondern um komplexe Sinngehalte des Darzustellenden geht, lässt sich in persönlichen Gesprächen mit ihr erfahren, denn die von ihr gemalten, subjektiv emotional erfassten Charaktere enthalten parallele Phänomene ihres eigenen Erlebten implantiert.

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Obere Bildtitel der Portäts: von links: VERSONNEN; Elena S. ; PRINZESSIN IN SWASILAND.
So wie sich die Formen, die Konturen beim Malen erst erschaffen, so entwickeln sich die Gehalte ihrer Bildgeschichten in einer Wechsel- wirkung, einerseits fundierend auf gehabte Erkenntnisse und andererseits auf die Emotion während des Malprozesses, da AROT sich dabei nach innen, in ihr Unterbewusstes, öffnet und das ins Werk einbringt; so entstehen ihre Porträts, die mehr als ein Abbild sind.

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